AUCON / KFOR
Der Auslandseinsatz
des Bundesheeres im Kosovo
Impressionen aus dem Kosovo
Kosovo grenzt im Norden und Osten an die Bundesrepublik Jugoslawien (Serbien und Montenegro), im Westen an die jugoslawische Teilrepublik Montenegro und an die Republik Albanien, im Süden an die ehemalige jugoslawische Teilrepublik Mazedonien. Das Kosovo hat eine Fläche von 10.887 km2 (in etwa mit Oberösterreich vergleichbar). Die Hauptstadt ist Priština. Der Autonomiestatus wurde 1990 aufgehoben. Das Land ist nach dem Luftkrieg der NATO gegen Restjugoslawien vollständig unter internationalem Schutz: Die multinationale Friedenstruppe KFOR kontrolliert das gesamte Gebiet, das in fünf Sektoren unterteilt wurde.
Landschaftlich gesehen ist das Kosovo eine äußerst schöne Region. Ein Mittel zwischen südlich-mediterraner Ebene und mitteleuropäisch typischer Alpenlandschaft. Die kleinen Dörfer und Orte bestehen vielfach aus geziegelten Häusern, dazwischen immer wieder verfallene oder aber auch noch aus der Vergangenheit zerstörte, abgebrannte oder zerschossene Gebäude. Mit den NATO-Luftschlägen ab 1999 wurde ein Großteil der Industrie und Landwirtschaft zerstört, diesem Umstand begegnet man leider immer wieder auf seiner Fahrt.
Aber auch durch die Zusammenstöße der gegnerischen Parteien - der Kosovo-Albaner und der Serben - wurden äußerst viele Gebäude, Industrieanlage und tweils auch ganze Stadtviertel dem Erdboden gleich gemacht. Besonders vor Augen geführt wird einem dies in Ortschaften wie "Musutiste" oder der Stadt Prizren, wo Stadtviertel teilweise komplett zerstört oder abgebrannt wurden. Heute erinnern daran nur noch Ruinen und teils noch immer von Bomben oder Minen übersäte Gebiete.
Eine der damaligen Hauptkampflinien in der heutigen österreichischen AOR war der Dulje-Pass im Norden von Suva-Reka, wo die Serbische Armee durch die NATO-Luftschläge massive Verluste erleiden musste. Noch heute besteht das dortige Gebiet aus Minenfeldern und Bombentrichtern, ein Verlassen der Wege oder gekennzeichneter Routen wäre lebensgefährlich.
![]() Der Straßenverkehr ist teils sehr gefährflich |
![]() Ein großes Problem - die fehlende Müllentsorgung |
![]() In der Nähe von Suva Reka |
![]() Pflanzenvielfalt trotz Kriegszerstörungen |
![]() In der Umgebung des Dulje-Pass |
![]() In der Nähe von Suva Reka |
![]() Musutiste - das zerstörte ehemals serbische Viertel |
![]() Musutiste - auch Naturschönheiten gibt es hier |
![]() Nahe Malisevo |
![]() In der Nähe von Malisevo |
![]() Eine Moschee in der Stadt Orahovac |
![]() Ein streunender Hund in Orahovac |
![]() Straßenzug in der Stadt Orahovac |
![]() Dieser kleine Junge begegnet patrouillerenden KFOR-Soldaten |
![]() Ein Landwirt bei Suva Reka |
![]() Orahovac - eine der größeren Städte in der österreichischen AOR |
![]() Müll ist überall gegenwärtig - auch auf diesem ehem. serbischen Friedhof |
![]() Eine der vielen traditionellen Moscheen |
![]() Ein Minenfeld am Dulje-Pass |
![]() Vom Dulje-Pass in Richtung Suva Reka |
![]() Ein zerbombtes Gebäude in Prizren |
![]() Die Hügelkette südöstlich von Suva Reka |
![]() Das stark beschädigte ehem. serbische Viertel in Prizren |
![]() Prizren - die pulsierende Stadt |
![]() Ebenfalls in Prizren - noch heute finden sich Einschusslöcher... |
![]() ...So wie hier in Malisevo an der Polizeistation |
![]() Eine Fleischerei in Prizren |
![]() Von Prizren ausgehend Richtung Osten |
![]() Hier wiederum eine sehr hügelige Landschaft |
![]() Vor Pristina - eine Schafherde |
![]() Das KFOR-bewachte Amselfeld "Kosovo Polje" südwestlich von Pristina... |
![]() ...Hier verloren die Serben 1389 die Schlacht gegen die Türken |
![]() Heute erinnert nur noch ein Mahnmal |
![]() Pristina - hier treffen Vergangenheit und Moderne aufeinander |
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Alle Fotos: © Florian Kollmann